17.06.2008 - Gute Aussichten: Die Lage des Immobilienmarkts in Deutschland ist vielversprechend
Im Jahr 2007 wurde deutschlandweit so viel in Immobilien investiert wie niemals zuvor. Trotz der US-Immobilienkrise lag der Umsatz bei rund 59,4 Milliarden Euro und damit um circa 20 Prozent höher als im Vorjahr, wie aus einer Studie des Wirtschaftsforschungs- und Prognoseinstituts Feri Rating & Research AG hervorgeht. Den größten Anteil bilden gewerbliche Immobilien: Allein für Büroimmobilien entschieden sich zwei von drei Investoren. Grund für den Rekordumsatz sehen die Experten in der zunehmenden Aktivität von Projektentwicklern. So habe sich das Volumen für Entwicklungsgrundstücke im Vergleich zu 2006 mehr als verdoppelt. Der deutsche Immobilienmarkt nimmt damit eine Spitzenposition im europäischen Vergleich ein. In Europa insgesamt dagegen ging das Investment um sechs Prozent zurück.
Für Investoren ist Deutschland als Anlagemarkt für Immobilien nach wie vor sehr attraktiv. Nachdem sinkende Mietpreise und hohe Leerstände selbst an Top-Standorten die Immobilienflaute von 2001 bis 2004 bestimmten, befindet sich der deutsche Immobilienmarkt seit
2005 wieder im Aufschwung, so das Ergebnis der Studie. Grund hierfür ist unter anderem eine geringere Neubautätigkeit: Die Anzahl der Baugenehmigungen für Wohnimmobilien ging von 2006 bis 2007 um ein Viertel zurück. Dies bewirkt eine stärkere Nachfrage von Wohnraum und Interessenten sind bereit, höhere Preise zu zahlen. Ähnlich ist die Lage auf dem Büroimmobilienmarkt, der laut Expertenmeinung erst in den kommenden Jahren eine Zunahme an Flächen verzeichnen wird. Die Folge sind steigende Vermietungsumsätze in den Wirtschaftszentren, die ein Engagement interessant machen.
Besonders günstig ist die Prognose für Investoren in Wachstumszentren. Die Miet- und Kaufpreise von Wohnmobilien an attraktiven Standorten werden sich überaus positiv entwickeln, so die Experten. Auch der ostdeutsche Wohnungsmarkt wird rentabler: In den neuen Ländern bilden sich immer mehr „Inseln“, die Bevölkerungszuwächse und zunehmenden Wohlstand aufweisen und so Anschluss an den bundesdeutschen Trend finden. Auch der Immobilienmarkt für Einzelhandelsflächen profitiert vom Wachstum in deutschen Wirtschaftszentren.
